Wir haben was
gegen Korrosion

FAKTEN

  • Standort:
    Augsburg
  • Kapazität:
    4.600 m²
    163 Stellplätze
  • Besonderheiten:
    - Sanierung im
    laufenden Betrieb
    - 3 Bauabschnitte

Wir haben was
gegen Korrosion

Tiefgaragensanierung Universitätsviertel Augsburg

Bei dieser Sanierung befinden wir uns in der Tiefgarage eines großen Wohnblocks im Augsburger Univiertel. Die Tiefgarage hat eine Größe von 4.600 m² und bietet 163 Stellplätze.

BILDERGALERIE

PROJEKTBESCHREIBUNG

An diversen Stützen sowie vereinzelt auch an Wandfüßen sowie in Teilbereichen der Betonbodenplatte und in der gepflasterten Einfahrt zeigten sich vor der Sanierung weiße und rötliche Ausblühungen. An manchen Stellen waren zudem bereits beginnende Betonabplatzungen sowie punktuelle Korrosionsaustritte sichtbar. In Teilbereichen hatten sich Risse gebildet.

Das Ergebnis der durch den Planer vorab durchgeführten Laboruntersuchungen ergab im oberflächennahen Bereich eine massiv erhöhte Chloridkonzentration bis zu 3,34 M-% bezogen auf den Zementgehalt. Zum Vergleich: Im Hinblick auf Korrosion wird bereits eine Konzentration oberhalb von rund 0,7-0,8 M-% als kritisch angesehen. Außerdem war die Betonüberdeckung in einigen Bereichen mit <20 mm zu gering. Am Boden waren Unebenheiten vorhanden, die zu Pfützenbildung führten. Weiterhin gab es Korrosionsschäden an Fugen. Die hier eingebrachten Fugenbänder waren in größeren Teilbereichen schadhaft und defekt.

Untersuchungen
Nach den Laboruntersuchungen erfolgte zunächst die optische Überprüfung sowie das Abklopfen der Oberflächen auf Hohllagen. Die Bewehrungsüberdeckung an den Wand- und Stützenfüßen wurde gemessen. Außerdem wurde die Bodenplatte bewässert, um Pfützenbildungen zu orten.

Betonsanierung Wand- und Stützenfüße
Die Sanierung erfolgte nach dem Prinzip R-Cl. 

Um den geschädigten Beton restlos zu entfernen wurde dazu an den Wand- und Stützenfüßen ein Betonabtrag von ca. 5 cm in den Bereichen festgelegt, in denen sichtbare Ausblühungen und andere Feuchteschäden zu sehen waren. Darüber hinaus sollte in den Bereichen, in denen bereits eine Korrosion der Bewehrung vorhanden war, ein Betonabtrag von bis zu weiteren ca. 3 cm erfolgen, um eine komplette Entfernung der korrodierten Bereiche zu gewährleisten. Die Festlegung der Bereiche erfolgte jeweils nach Angabe der Bauüberwachung.

Im Anschluss war die Entrostung der Bewehrung und ein anschließender Auftrag eines mineralischen Korrosionsschutzes durchzuführen.

Danach erfolgte die Reprofilierung mit einem geeigneten Material – vorliegend war Vergussbeton das Produkt der Wahl. In Teilbereichen wurde hier aufgedoppelt und dadurch die erforderliche Mindestbewehrungsüberdeckung von < 20 mm hergestellt.

Boden
Auch am Boden wurden die auffälligen Bereiche nach dem oben beschriebenen Prinzip saniert. Außerdem wurden Risse und Scheinfugen mit einem Epoxid-Harz getränkt.

An tiefen Unebenheiten, an denen sich Pfützen bilden können, erfolgte die Egalisierung mit einem EP-Mörtel.

Fugen
In den Bereichen der undichten Fugen musste eine Schleierinjektion vorgenommen werden. Dabei werden zunächst Bohrungen durch die Fuge, bzw. das Bauteil gesetzt. Durch diese wird im Anschluss mittels sog. Bohrpackern ein Acrylatgel in das Erdreich injiziert. Dieses bildet an der Außenseite der Wand eine Abdichtung der Fuge in Form eines Schleiers. Zum Einsatz kommt dabei ein nach der UBA-Leitlinie geprüftes polymerverstärktes Hydrostrukturharz auf Acrylatbasis. Weiterhin wurden alle Fugen auf der gesamten Bodenfläche mit einer sog. „Aufkeilung“ versehen. Damit wird erreicht, dass das Wasser von den Fugen weggeleitet wird und dort nicht stehen bleiben kann.

Oberflächenschutz
Bodenflächen sowie Wand- und Stützenfüße wurden mit einem OS 8-System beschichtet. In den gepflasterten Bereichen wurde eine OS 5-Beschichtung appliziert. Wände und Decken wurden im Zuge der Malerarbeiten mit einem OS 2-System gestrichen.

Die Tiefgarage gehört zu einem Wohnblock im dichtbebauten Augsburger Univiertel. Aufgrund der recht gedrängten Bebauung und der sehr hohen Wohndichte ist der Parkraum in den umliegenden Straßen knapp.

Um die benötigten Parkplätze während der Maßnahme bestmöglich zu erhalten, wurden die Arbeiten in drei Bauabschnitte eingeteilt. Die Wände der Rampen werden außerdem bei laufendem Betrieb saniert und beschichtet.

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