Trocken in die Zukunft

FAKTEN

  • Kapazität:
    58 Stellplätze, Zwei Geschosse, Vier Ebenen
  • Baujahr:
    1994, Sanierung nach 24 Jahren
  • Besonderheiten:
    Neuinstallation eines Entwässerungssystems
  • Zahlen:
    6.000 m² Beschichtung
    Erfassung von Betonschäden auf 6.000 m²
    600 m² Abdichtung

Trocken in die Zukunft

Instandsetzung einer stark beanspruchten Tiefgarage mit Neuinstallation eines Entwässerungssystems.

Die zweistöckige Tiefgarage des Gebäudekomplexes, der 17 Wohnungen, eine Büroeinheit sowie eine Geschäftsstelle der Sparkasse beherbergt, befindet sich in der Friedberger Straße, der wohl meistfrequentierten Haupteinfahrtsstraße im belebten Augsburger Stadtteil Hochzoll. Das Objekt umfasst insgesamt 58 Stellplätze, die sich auf vier getrennte Ebenen, sog. Splitlevel, in zwei Untergeschossen verteilen.
Das erste UG umfasst 18 Stellplätze und steht der öffentlichen Nutzung zur Verfügung. Die restlichen 40 Stellplätze sind privat genutzt und verteilen sich auf die Ebenen 2 - 4 im ersten und zweiten Untergeschoss.

BILDERGALERIE

PROJEKTBESCHREIBUNG

Ziele zur Instandsetzung
Die Sanierung der Tiefgarage erfolgte nach dem Instandsetzungsprinzip R1-CI ( örtliche Ausbesserung mit alkalischem Beton und Mörtel ) in Kombination mit dem Instandsetzungsprinzip W-CL ( Korrosionsschutz durch Begrenzung des Wassergehaltes ) der Instandsetzungsrichtlinie Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen ( RiLi-SiB ) des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton.

Instandsetzungsumfang und Schwerpunkte

  • Erfassung von Betonschäden auf 6.000 m²
  • Betonsanierung im ersten UG (ca. 600 m²)
  • Abdichtung
  • Einrichtung eines Entwässerungssystems
  • Beschichtung aller Flächen mit einem Oberflächenschutzsystem

Bodenflächen und aufgehende Bauteile
Aufgrund der schweren Schäden im ersten UG mussten hier Bodenflächen sowie Stützen- und Wandsockel erneuert werden. Hierfür erfolgte ein HDW-Abtrag des Bestandsbetons auf einer Bodenfläche von ca. 660 m² in einer Tiefe bis zu 8 cm. Der geschädigte Beton an den aufgehenden Bauteilen (ca. 220 m²) wurde bis zu einer Tiefe von 6 cm mit Höchstdruckwasserstrahl bearbeitet. Danach wurde eine neue Bewehrung durch den Einbau von Stahlmatten bzw. Stabstahl eingezogen und der Beton wieder reprofiliert. In den übrigen Ebenen, in denen der Boden nicht so stark geschädigt war, wurden die Bodenflächen mittels HDW zunächst gereinigt. Hier erfolgte eine Abdichtung der bestehenden Risse mittels Gel-Injektion. Die alten Stoßfugen wurden erneuert und auf einer Länge von ca. 100 m durch moderne Fugenprofile in Aluminium ersetzt.

Beschichtung
Um zukünftige Schädigungen durch eindringendes Wasser zu vermeiden, wurden die kompletten Bodenflächen mit einem OS 8-Beschichtungssystem versehen. Die Verdunstungsrinnen wurden hierbei farblich abgesetzt. Die Wandflächen wurden mit einem OS 2-System beschichtet.

Die mit 14 Wochen recht sportlich angesetzte Bauzeit konnte aufgrund der reibungslosen Zusammenarbeit aller Gewerke sogar um zwei Wochen unterschritten werden.

Entwässerung
Die Tiefgarage verfügte ursprünglich weder über ein eigenes Entwässerungssystem noch über ein zureichendes Gefälle auf dem Boden. Bei einer solchen Situation können eingeschlepptes Wasser und die darin gelösten Salze nicht zielgerichtet und zügig abgeleitet werden und bleiben länger als nötig auf dem Boden stehen. Hierdurch – und bedingt durch ein fehlendes Oberflächenschutzsystem – sind in den vergangenen Jahren eine Karbonatisierung des Betons und Korrosion des Bewehrungsstahls entstanden.
Um Abhilfe zu schaffen, wurden in der Mitte des Bodens in jeder Geschossfläche Verdunstungsrinnen installiert. Das Bodengefälle wurde so ausgebildet, dass das Oberflächenwasser ab sofort in die Rinnen abfließen kann.

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