Gleich und gleich gesellt sich gern

FAKTEN

  • Standort:
    Ramsbachstr. und Jahnstr., Tettnang
  • Kapazität:
    2 benachbarte Tiefgaragen
    Insgesamt 2.500 m² Fläche
    115 Stellplätze
  • Baujahr:
    1993/94
    Sanierung nach 24 Jahren
  • Besonderheiten:
    62 Doppelparker

Gleich und gleich gesellt sich gern

Tiefgaragensanierung Tettnang, Ramsbachstraße

Bei den Sanierungsobjekten handelt es sich um zwei in den Jahren 1993  und 1994 in Ortbetonbauweise errichtete, eingeschossige und aneinander angrenzende Tiefgaragen mit einer Grundfläche von insgesamt ca. 2.500 m². Die Gesamtfläche der Tiefgaragen ist für 115 Stellplätze konzipiert.      62 hiervon entfallen auf sogenannte Doppelparker, einem mechanischen Parksystem, bei dem auf jeweils zwei Metallplattformen in einer Grube geparkt werden kann und die somit platzsparendes und effizientes Parken ermöglichen.

BILDERGALERIE

PROJEKTBESCHREIBUNG

Die beiden Garagen liegen direkt nebeneinander, haben aber jeweils getrennte Zufahrten. Im Rahmen der Maßnahme werden beide Garagen nach dem gleichen Leistungskatalog instandgesetzt. Aufgeteilt wird in zwei Bauabschnitte, damit jeweils eine der Garagen nutzbar bleibt, während die andere gesperrt wird.

Im Zuge der Sanierungsplanung gab es ursprünglich zwei Varianten. Variante A beinhaltete die Bodenbeschichtung lediglich in Teilflächen. Variante B beinhaltete die vollflächige Bearbeitung und Beschichtung aller Flächen.

Der Auftraggeber entschied sich letztlich für Variante B, die vollflächige Bearbeitung und Erneuerung aller Oberflächen. Aus unserer Sicht bietet dieser Entschluss sowohl technische, als auch optische Vorteile. Nach der Bearbeitung wird man keine Schwachstellen und keine Übergänge mehr vorfinden und das Objekt wird sowohl optisch als auch technisch ein neuwertigeres Gesamtbild aufweisen.

Im Wesentlichen werden bei der Instandsetzung folgende Leistungen umgesetzt:

  • Betonsanierung der Bodenflächen, Stützen und Wandsockel, sowie Decken und Fugenbereiche.
  • Bearbeitet werden die Fahr- als auch die Doppelparkerbereiche
  • Vollflächiges Aufbringen OS 4–System zum Schutz von Wand- und Stützenflächen
  • Sanierung von Rissen durch Tränken und Einbau von Rissbandagen
  • Aufbringen OS 8–System an den Bodenflächen
  • Aufbringen OS 2–System an den Deckenflächen

Um die Instandsetzungsarbeiten in den Parkgruben durchführen zu können, müssen zunächst die Metallkonstruktionen komplett ausgebaut und entfernt werden. Für die Dauer der Sanierung werden die Doppelparkeranlagen dabei jeweils in der Nachbargarage zwischengelagert. Auftraggeberseitig wird die Zwischenzeit genutzt, um eine Überholung der Anlagen durch eine Spezialfirma durchführen zu lassen.

Bauteiluntersuchungen
An allen Boden- sowie Sockelflächen muss zu Beginn der Sanierung eine Bauteiluntersuchung mittels Potentialfeldmessung durchgeführt werden. Die Potentialfeldmessung ist eine zerstörungsfreie, elektrochemische Methode, bei der durch Spannungsmessungen festgestellt werden kann, wo die Bewehrung im Stahlbeton korrodiert ist, bzw. wo eine entsprechende Gefährdung vorliegt. Mit dieser Methode kann eine Ortung von Schädigungen an der Bewehrung im Beton festgestellt werden, ohne dass Bauteilöffnungen erfolgen müssen. Im vorliegenden Fall dient die Potentialfeldmessung vor allem auch der genaueren Eingrenzung der zu bearbeitenden Schadensbereiche.


Senkrechte Flächen (Wände und Stützen)
Zunächst wird der Untergrund aller senkrechten Flächen, d. h. Wände und Stützen, vorbereitet. Wie bei Hydro-Tech GmbH üblich erfolgt die Untergrundvorbereitung auf den Flächen mittels Höchstdruckwasserstrahlen (HDW). An den Anschlussbereichen, bzw. in der direkten Umgebung von Installationen (Elektrik, Technik Doppelparker, usw.) wird der Beton abgeschliffen. Im Anschluss werden diese Bereiche mit einem technischen Feinspachtel versehen. Dieser ist Teil des OS4–Beschichtungssystems und wird durch Aufspritzen im Airlessverfahren verarbeitet. Da die Wände der Doppelparkergruben eine Höhe von 5-6 Meter aufweisen, müssen diese Arbeiten auf einem Gerüst ausgeführt werden.


Deckenflächen
Die Deckenflächen werden im Wasserstrahlverfahren gereinigt und erhalten anschließend eine Beschichtung mit einem OS 2-System in Form einer Hydrophierung und Versiegelung.


Bodenflächen
Auf allen Bodenflächen wird nach der Untergrundvorbereitung ein OS 8-System appliziert. Hier wurde eine OS 8-Beschichtung mit rissüberbrückenden Eigenschaften gewählt, die für das Befahren mit Fahrzeugen geeignet ist. Das Beschichtungssystem bietet außerdem einen Schutz gegen den Eintrag von Tausalzen und beugt somit erneuten Korrosionsschäden der Bewehrung vor.

In zeitlicher Abfolge werden die Bodenflächen der Doppelparker zuerst bearbeitet. Um mechanische Beschädigungen, die durch den Wiedereinbau der Doppelparker entstehen könnten, von vornherein auszuschließen, wird die Bearbeitung der Fahrbahnflächen bis zum Schluss zurückgestellt.

Aus Gründen der Zeitersparnis erfolgt zeitgleich mit dem Wiedereinbau der Doppelparkersysteme die Bearbeitung von Sockelflächen, Hohlkehlen und Rissbereichen in den übrigen Bereichen der Garage. Nach kompletter Fertigstellung der Gruben kann schlussendlich auch die Fahrbahn beschichtet werden.

Die Maßnahme wird Anfang 2020 abgeschlossen sein.
Im Ergebnis zeigen sich dann zwei vollflächig runderneuerte, sowohl technisch einwandfreie als auch optisch ansprechende Garagen.

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