Neue Parkplätze für Wohnanlage

FAKTEN

  • Kapazität:
    1.550 m² Fläche
    2 Geschosse
  • Baujahr:
    1970
  • Besonderheiten:
    zahlreiche Bewegungsfugen
    Garage ist gleichzeitig Durchfahrt zur Nachbargarage

Neue Parkplätze für Wohnanlage

Tiefgaragensanierung in München

Die Tiefgarage liegt in einer Wohnanlage im Münchener Stadtteil Obersendling in der Nähe der Autobahn A 95. Vor gut 40 Jahren erbaut – und in einem entsprechenden Zustand – sehnten sich die ungeschützten Betonflächen geradezu nach einer Sanierung und Neugestaltung. Der Hydro-Tech GmbH gelang dies im geplanten Zeit- und Kostenrahmen, so dass die Garage in den kommenden Jahren ein attraktiveres Gesicht zeigen kann.

Die Garage wurde im Jahr 1970 erbaut und besteht aus 2 Parkebenen mit darüberliegendem Parkdeck. Sie ist komplett in Stahlbetonbauweise erstellt. Die Stahlbetondecken lagern auf den Außenwänden sowie auf zahlreichen Rechteck- und Rundstützen und erstrecken sich über eine Fläche von ca. 1.550 m².

Die Garage schließt an das Wohngebäude an und wird durch zahlreiche Bewegungsfugen unterteilt. Die Flächen sind mit einem Gefälle sowie einer Entwässerungseinrichtung ausgestattet. Neben ihrer Parkfunktion dient die Garage auch als Durchfahrt zur Nachbargarage.

BILDERGALERIE

PROJEKTBESCHREIBUNG

Um den Sanierungsumfang festzulegen, wurden sämtliche Flächen zunächst optisch begutachtet und auf Hohllagen geprüft. Die Betonüberdeckung wurde an allen relevanten Bauteilen gemessen. Weiterhin wurde die Chloridbelastung an Wand- und Stützenfüßen sowie in der Zwischendecke untersucht.

Die Messungen zeigten, dass vor allem die Zwischendecke in den Rissbereichen und die Stützen- und Wandsockel mit Chlorid beaufschlagt waren. Risse und Undichtigkeiten in zahlreichen Bauteilfugen machten die Sanierung überdies dringlich.

Wie bei allen Arbeiten, bei denen Wasser zum Einsatz kommt, war zunächst darauf zu achten, dass empfindliche Anbauteile wie beispielsweise Sprenklereinrichtungen, elektrische Anlagen o. ä. vor dem Hochdruckwasserstrahlen abgebaut oder so geschützt werden, dass eine Beschädigung durch Wasser (gestrahlt wurde mit einem Druck bis zu 3000 bar) oder abspringende Betonteile vermieden wird. Somit war mit Beginn der Baustelleneinrichtung alles Nötige abzubauen bzw. abzudecken, abzukleben, einzuhausen oder zu verschließen.

Um die durch den Betonabtrag zwangsläufig entstehenden Schwächungen der Statik abzufangen und die Standsicherheit der Garage zu gewährleisten, wurde sie in ihrer gesamten Fläche abgestützt. Der Beton wurde dann großflächig – im Bereich der betroffenen Risse sogar über die komplette Deckenstärke – abgetragen.

Alle geschädigten Stützen- und Wandbereiche wurden ebenfalls mit 3000 bar Wasserdruck aufgestrahlt und danach mit neuem, hochalkalischem Beton reprofiliert. In den Bereichen, in denen die Betondeckung im Bestand zu gering war, wurde der Querschnitt verbreitert bzw. um die Stützenfüße ein Aufbeton eingebaut. Vom Lochfraß des Salzes geschädigte Bewehrungseisen wurden vorher ergänzt.

Undichte Bewegungsfugen im Übergang zum Wohnhaus wurden durch Injektion mit einem Polymergel beseitigt. Dafür musste gebohrt und eine sogenannte „Hinterschleierung“ eingebracht werden. Durch diesen wasserundurchlässigen Gelteppich kann die Dichtigkeit wieder hergestellt werden.

Da auch die Überdachung der Rampe im Außenbereich dringend sanierungsbedürftig war, wurden hier durch unsere Mitarbeiter zunächst sämtlicher Moosbewuchs und anderweitige Verunreinigungen entfernt. Danach folgten die Sanierung sämtlicher Schadstellen sowie die Abdichtung mit Hilfe einer Bitumenschweißbahn.

Die Beschichtung der Wand- und Deckenflächen ist essentiell für das neuwertige und moderne Erscheinungsbild einer Tiefgarage. In der Kreuzhofstraße wurde eine sogenannte OS 2-Beschichtung auf alle tragenden Bauteile appliziert. Dafür mussten die Flächen zunächst gereinigt, dann grundiert und abschließend beschichtet werden. Die OS 2-Beschichtung gewährleistet zukünftig die CO²-Dichtheit und reguliert den Feuchtehaushalt im Bauteil.

Den Abschluss der Sanierung bildete die Bodenbeschichtung. Diese sorgt beim Besuch der Garage nicht nur für eine schöne Optik, sondern verhindert auch das Eindringen von chloridhaltigem Schmelzwasser in den Boden.

Die Untergrundvorbereitung im Wege des sogenannten Kugelstrahlverfahrens war erste Voraussetzung für eine fachgerechte Ausführung. Alle aufgehenden Bauteile wurden mit einer Hohlkehle versehen und durch eine Sockelbeschichtung geschützt.

Als Bodenbeschichtung wurde ein OS 8-System gewählt. Dieses setzt sich aus einer Grundierung, einer darauffolgenden Egalisierung und Kratzspachtelung sowie der Einstreuschicht als hwO (hauptsächlich wirksame Oberflächenbeschichtung) zusammen. Diese Lage ist für die Funktion und Dauerhaftigkeit der Beschichtung verantwortlich.

Erst die ganz zuletzt aufgebrachte farbige Versiegelung bekommt der Tiefgaragennutzer später zu sehen. Sie wurde durch die Firma Hydro-Tech GmbH im Farbton nach Wahl des Kunden aufgebracht und bestimmt so die individuelle Note der Tiefgarage. Markierung und Nummerierung der Stellplätze runden das ansprechende Erscheinungsbild ab.

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