Das ist ja
die Höhe ...

FAKTEN

  • Baujahr:
    1968
  • Besonderheiten:
    Gesamthöhe 291 m
  • Zahlen:
    1.300 m² HDW-Arbeiten
    288 m² Estrich entfernt
    578 Kernbohrlöcher verfüllt
    42 lfdm Fugen erneuert

Das ist ja die Höhe ...

Sanierung Olympiaturm 2.0

Bereits im Jahr 2015 hat die Hydro-Tech GmbH Sanierungsarbeiten am höchsten Turm Münchens durchgeführt. Jetzt waren wir hier erneut im Einsatz ‒ diesmal noch weiter oben.

Näher kommt man dem Himmel über München – zumindest von einem Gebäude aus – nirgendwo. Mit seiner Gesamthöhe von 291,28 m ist der Turm nicht nur das höchste Gebäude, sondern auch weltberühmtes Wahrzeichen der Stadt. Er dient als Funkturm für Radio und Fernsehen und beherbergt außerdem Mobilfunkanlagen sowie Funkanlagen der Polizei. Eine Aussichtsplattform ist für die Öffentlichkeit als Besucherebene zugänglich.

BILDERGALERIE

PROJEKTBESCHREIBUNG

Nachdem wir 2015 die Fugen der Kranlaufbahn auf Plattform 13 erneuert und Schadstellen an den Betonsockeln auf Plattform 12 saniert hatten, ging es diesmal noch höher hinauf. Die Schaftaußenflächen des Turms in einer Höhe von 192,5 m bis 248,4 m mussten instandgesetzt werden. Außerdem war die Unterseite von Plattform 4 zu prüfen und je nach Ergebnis ebenfalls zu sanieren. An den Oberflächen der alten Stahlbühnen der auf 220 m bzw. 248,4 m befindlichen Plattformen und am Stahlaufsatzmast waren wir mit dem Aufbringen eines neuen Korrosionsschutzes beauftragt. An Plattform 1 auf 151,9 m musste die Abdichtung erneuert werden.

Die besondere Herausforderung bzw. das Augenmerk liegt – wie immer auf Baustellen in derart schwindelerregender Höhe – sowohl auf dem Gerüstbau als auch auf der Absicherung nicht nur der Arbeiter gegen die Absturzgefahr, sondern auch der Besucher auf dem Boden gegen die Gefahr abstürzender Gegenstände. Schon eine kleine herabfallende Schraube kann aus dieser Höhe lebensgefährlich sein.

Deswegen wurde der Turm am Fuß durch Sicherheitsleute bewacht. Die Gerüste auf den zu bearbeitenden oberen Plattformen wurden bis zum Stahlaufsatzmast durch ein Sicherungsnetz geschützt. Für unsere Mitarbeiter war das Tragen von Sicherungsgurten zur Verhinderung von Stürzen verpflichtend.

Zwingend erforderlich und immer dabei war auch ein Windmessgerät, denn ab Windstärke fünf müssen die Arbeiten aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden. Überhaupt ist das Klima in dieser Höhe ein Dauerthema, denn es kann vorkommen, dass am Fuß des Turms Regenwetter herrscht, während es in luftiger Höhe bereits schneit.

Die Instandsetzung des Turms sollte auftragsgemäß eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen enthalten und gliederte sich nach Vorgabe des Auftraggebers im Wesentlichen in vier Bauabschnitte:

Bauabschnitt I
Instandsetzung der Schaftaußenfläche von 204,9 m bis 248,8 m.

  • Demontage von Anbauteilen
  • Durchführen von Betoninstandsetzungsmaßnahmen

Bauabschnitt II
Instandsetzung der Stahlplattformen auf 220 m und 248,8 m sowie des Stahlaufsatzmastes

  • Erneuern des Korrosionsschutzes

Bauabschnitt III
Instandsetzung des Turmschaftes von 192,5 m bis 204,9 m sowie auf der Unterseite von Plattform 4

  • Betoninstandsetzungsmaßnahmen an vertikaler Oberfläche
  • Betoninstandsetzungsmaßnahmen an horizontaler Oberfläche

Bauabschnitt IV
Instandsetzung der Abdichtung der Plattform auf 151,9 m

  • Instandsetzung der Auflagerkonsolen
  • Erneuern der Abdichtung

Im Ergebnis haben wir am Turm in einem Abschnitt von insgesamt 100 Höhenmetern und auf einer Fläche von ca. 1.300 m² HDW-Arbeiten durchgeführt, 288 m² Estrich entfernt, 578 Kernbohrlöcher verfüllt, ein rissüberbrückendes Oberflächenschutzsystem aufgebracht, 42 lfdm Fugen erneuert, 453 Schadstellen saniert, beschädigte Betonsockel instandgesetzt und vieles mehr. Jetzt kann das Wahrzeichen in neuem Glanz erstrahlen.

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