Hier gibt es nichts zu hören!

FAKTEN

  • Kapazität:
    219 Stellplätze, Ein Geschoss
  • Baujahr:
    2001, Sanierung nach 16 Jahren
  • Besonderheiten:
    Vermeidung von Lärm, Arbeiten unter laufendem Betrieb, besonders kurzer Sanierungszeitraum
  • Zahlen:
    1.800 lfm. Markierung
    1.000 Schwerlaststützen
    6.000 m² Wand- und Deckenfläche

Hier gibt es
nichts zuhören

Stabil, sicher, schnell und staubfrei – Sanierung á la Hydro-Tech

Die eingeschossige Tiefgarage ist mit drei mächtigen Bürogebäuden überbaut. Da sich in den Immobilien zahlreiche Geschäfts-, Büroräume und Arztpraxen befinden – unter anderem das Dialysezentrum München Nord – war es dem Auftraggeber sehr wichtig, dass die Arbeiten so geräuscharm wie möglich erfolgen, um den laufenden Betrieb der vermieteten Einheiten so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Aus diesem Grund sollte auch die Nutzbarkeit der Tiefgarage weitestgehend erhalten werden, daher wurde die Maßnahme in drei Bauabschnitte aufgeteilt. Der jeweils zu bearbeitende Abschnitt war für den Verkehr gesperrt, die restlichen Stellplätze konnten genutzt werden. Dabei musste ein Staubschutz dieser Flächen gewährleistet werden. Ein Schwerpunkt der Sanierung in Bauabschnitt I war die Instandsetzung der Stützen. Hieraus ergaben sich sehr hohe statische Anforderungen an die Standsicherheit, die im Sanierungskonzept und in der Umsetzung berücksichtigt wurden. Die Sanierung des ersten Bauabschnittes sollte im Zeitraum von neun Monaten bewältigt werden – eine durchaus „sportliche“ Herausforderung.

BILDERGALERIE

PROJEKTBESCHREIBUNG

Zustand Vor der Sanierung
Die Nutzungsdauer der Tiefgarage betrug zum Sanierungszeitpunkt erst 16 Jahre. Da das Bauwerk noch nach der alten DIN 1045 hergestellt worden war, waren vor allem in den Stützen- und Wandsockeln Chloridkonzentrationen über dem kritischen Schwellenwert von 0,4 M. Chem.% vorhanden. An diesen Bauteilen gab es demzufolge Spuren chloridinduzierter Bewehrungskorrosion und damit ein Problem für die Standsicherheit – auch der darüber liegenden Gebäude. Zudem war zum Teil auch die Betonüberdeckung unzureichend. Die Betonüberdeckung der Bodenplatte zeigte sich überwiegend normgerecht.

Sanierungskonzept
Das Sanierungskonzept sah auf dieser Basis eine fachgerechte Instandsetzungsmaßnahme nach dem Instandsetzungsprinzip R1-Cl der Instandsetzungsrichtlinie des DafStb (2001) vor. Aufgrund der deutlichen Überschreitung des kritischen Cloridgehaltes in den Bereichen der Stützen und Wandsockel lag hier der Schwerpunkt der Sanierung. Dort sollte Bewehrung ergänzt und die Bewehrungsüberdeckung verstärkt werden. Die Boden- und Fahrbahnflächen sollten entschichtet und neu beschichtet werden.

Massnahmen zur Unterstützung
Essentielle Voraussetzung für die erfolgreiche Sanierung war es, die chloridbelasteten aufgehenden Bauteile mit einer Notunterstützung so zu entlasten, dass die beim Abtrag des Altbetons entstehenden Querschnittsschwächungen der Stützen und Sockel nicht zu Schädigungen am Tragwerk – und damit am gesamten Gebäude – führen. Hierzu wurden nach genauer Vorgabe des Statikers unter anderem 1.000 Schwerlast-Rahmenstützen mit einem Lastabtrag von jeweils bis zu 20 Tonnen als Notabstützung installiert.

Reprofilierung, Beschichtung und Markierungsarbeiten
Zur Reprofilierung der Bauteile und Herstellung einer fachgerechten Betonüberdeckung wurden an den Stützen 110 Tonnen und an den Sockeln 70 Tonnen Spritz- und Fließbeton verarbeitet. Alle Flächen wurden mit einem Beschichtungssystem versehen.
Abschließend wurden noch 600 Stellplatznummern sowie 1.800 lfm. Parkflächen- und Fahrbahnmarkierungen angebracht.

Hohe Anforderungen sind unser Ansporn. Wir freuen uns, dass wir die anspruchsvollen Voraussetzungen des ersten Abschnittes dieser Baumaßnahme pünktlich und zur Zufriedenheit des Kunden erfüllen konnten. Bauabschnitte II und III werden jetzt mit voller Kraft und gleicher Qualität fertiggestellt.

HDW-Arbeiten
Um aufgrund der schwierigen statischen Gegebenheiten möglichst schonend vorzugehen, musste der Betonabtrag an den aufgehenden Bauteilen nach Vorgabe des Statikers im sogenannten Pilgerschrittverfahren erfolgen. Bei diesem Verfahren erfolgt eine abschnittsweise Bearbeitung einer jeweils begrenzten Anzahl von Flächen, um einen zu großen Eingriff in die Gebäudesubstanz zu vermeiden. Der HDW-Abtrag erfolgte per Roboter oder Handlanze. Gestrahlt wurden insgesamt

ca. 350 m² Rampenfläche (bis 12 cm Tiefe)
ca. 1.000 lfm. Risse im Boden (bis 10 cm Tiefe)
ca. 600 m² Stützen (bis 8 cm Tiefe)
ca. 1.200 lfm. Sockel (bis 8 cm Tiefe)

Außerdem wurden ca. 6.000 m² Bodenfläche entschichtet. Die Altbeschichtung wurde hierbei zunächst gefräst und dann geschliffen.
Als Besonderheit kam hinzu, dass im Bestandsboden großflächig Schienen vorhanden waren, die ebenfalls ausgebaut werden mussten.

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