Passgenaue Arbeiten in luftiger Höhe

FAKTEN

  • Kapazität:
    84 Wohnungen, 13 Etagen
  • Baujahr:
    1969, Sanierung nach 50 Jahren
  • Besonderheiten:
    Komplette Erneuerung der Entwässerung durch Einbau von Wasserspeiern, die punktgenau mittels Schalungen eingesetzt wurden
  • Zahlen:
    35 m Höhe
    144 Wasserspeier

Passgenaue Arbeiten in luftiger Höhe

Filigrane Arbeiten an den Balkonen einer 35 Meter hohen Gebäudefassade – Hydro-Tech leistet Arbeit nach Maß.

Sanierungsobjekt ist ein 35 m hohes, 13-stöckiges Wohngebäude im Augsburger Südwesten, das 1969 erbaut wurde. Im Gebäude untergebracht sind 84 Wohnungen, die sich auf eine Gesamtwohnfläche von 5.480 m² verteilen. Insbesondere die Balkone des Gebäudes wiesen vor der Sanierung starke Beschädigungen auf. Zahlreiche Ausbrüche an den Balkonbrüstungen und Schäden an den für die Balkonentwässerung wichtigen Wasserspeiern hatten die Instandsetzung notwendig gemacht. Auch die Fugen waren in die Jahre gekommen und entsprechend überarbeitungsbedürftig. Witterungsbedingt war dabei die Westseite der Immobilie am stärksten betroffen.

BILDERGALERIE

PROJEKTBESCHREIBUNG

Ziele zur Instandsetzung
Vom bauseits eingesetzten Fachplanungsbüro wurde das Instandsetzungsprinzip R2-CI in Kombination mit dem Instandsetzungsprinzip W-Cl der Instandsetzungsrichtlinie Schutz und Instandsetzung von Bauteilen des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton (DAfStb) festgelegt, es waren also örtliche Ausbesserungen mit alkalischem Beton und Mörtel sowie ein Korrosionsschutz durch Begrenzung des Wassergehaltes vorgesehen.

  • Instandsetzungsumfang
  • Betoninstandsetzung von Stahlbetonbauteilen im Bereich der Balkone, Brüstungen und Attikaflächen
  • Estrich- und Belagserneuerungen in Teilflächen
  • Erneuerung der Wasserspeier
  • Erneuerung der Trennwände
  • Aufbringen eines Oberflächenbeschichtungssystems zum Schutz der Stahlbetonflächen
  • Beschichtung der Böden auf allen Geschossen
  • Malertechnische Überarbeitung der Putzflächen
  • Beschichtung asbesthaltiger Faserzementplatten
  • Demontage und Erneuerung der Faserzementplatten und der gesamten Unterkonstruktion im Bereich der Attika und der obersten Geschosse
  • Überarbeitung sämtlicher Fugen

Schwerpunkt Wasserspeier
Herausragende Leistung an diesem Objekt war der exakte Einbau von 144 Wasserspeiern. Die Balkone wiesen im ursprünglichen Bestand lediglich rechteckige Schlitze in den Brüstungen auf, die jahrelang der Entwässerung gedient hatten. Diese Schlitze waren mehrheitlich ausgebrochen, abgeplatzt und stark vermoost.
Zunächst erfolgte das Freibrechen dieser Öffnungen. Mittels einer Schablone wurde dann eine passgenaue Schalung angefertigt, die jeweils an der Brüstung fixiert wurde. In diese Schalung wurden neue Edelstahlrohre eingebettet und zur Hälfte mit Vergussbeton vergossen. Um die passende Rauigkeit zu gewährleisten, wurden die Edelstahlrohre auf der Seite, die im Beton verbleibt, vorab grundiert und abgesandet.
Die Wasserspeier müssen zum Zweck einer funktionierenden Entwässerung von oben nach unten pro Etage jeweils um 2,5 cm kürzer werden. Außerdem war es aus gestalterischen Gründen wichtig, die 144 Wasserspeier exakt in der Flucht zu installieren, um auch optisch ein ansprechendes Bild der Gesamtfassade zu schaffen. Hierfür war viel Fingerspitzengefühl und höchste Genauigkeit bei der Ausführung erforderlich, um die exakte Einbausituation auf jedem einzelnen Balkon zu gewährleisten.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die neue Fassade bietet nach der Sanierung sowohl in der Ansicht der Details als auch in der Gesamtoptik ein frisches und ansprechendes Bild.

Selbstverständlich wurde das Gebäude während der Arbeiten bewohnt, es galt also die Beeinträchtigungen für die Bewohner so gering wie möglich zu halten. Außerdem befindet sich das Sanierungsobjekt in unmittelbarer Nähe zu weiteren Wohn- und Geschäftshäusern, so dass geeignete Maßnahmen zu treffen waren, um die Lärm- und Abgasbelästigung, die zwangsläufig durch die HDW-Pumpen herrühren, so gering und erträglich wie möglich zu halten. Als weiteres Erschwernis kam hinzu, dass die Instandsetzungsbereiche direkt an Bauteile mit asbestfaserhaltigen Zementplatten angrenzten und dass eine Freisetzung von Asbest unbedingt zu vermeiden war.

Darüber hinaus stand aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nur eine sehr geringe Baustelleneinrichtungsfläche zur Verfügung, gleichzeitig musste aber der Zugang für Feuerwehr und Rettungsdienste gewährleistet werden.

Scroll Up

Newsletter Anmeldung