Komfortabel wohnen als Ulmer Student

FAKTEN

  • Kapazität:
    10 Stockwerke
  • Baujahr:
    70er-Jahre
  • Zahen
    30 Meter Höhe

Komfortabel wohnen als Ulmer Student

Fassadensanierung in Ulm

Bei dem in den 70er-Jahren erbauten Stahlbetongebäude handelt es sich um eine Konstruktion aus Stahlbetonstützen mit einer vorgehängten Sichtbeton-Fertigteilfassade. Das als Studentenwohnheim genutzte 10-stöckige Objekt ist ca. 30 Meter hoch. Es wies deutliche Schädigungen an den tragenden Stützen sowie den Fassadenplatten auf.

Um die uneingeschränkte und dauerhafte Nutzbarkeit des Gebäudes auch weiterhin gewährleisten zu können, musste die Instandsetzung der Betonstützen an der Außenfassade durch Spritzbeton erfolgen. Auch die Schadstellensanierung der Fassadenplatten sowie der Austausch der defekten dauerelastischen Fugen waren ein Schwerpunkt der Maßnahme. Zur Sicherstellung des Schutzes gegen eindringende Feuchtigkeit und CO2 musste außerdem ein Oberflächenschutzsystem aufgebracht werden.

BILDERGALERIE

PROJEKTBESCHREIBUNG

Betonsanierung
Aus Gründen der Standsicherheit durfte die Instandsetzung der Stützen nur in Abschnitten erfolgen. Deswegen wurden zunächst die Geschosse 2 bis 10 bearbeitet. Nach Erhärtung des Spritzbetons wurde die Sanierung des Erdgeschosses und des 1. Obergeschosses in Angriff genommen. Alle Schadstellen an den Stützen sowie im Plattenbereich wurden freigelegt – mechanisch (durch Stemmen) oder im Hochdruckwasserstrahlverfahren (3000 bar Wasserdruck). Die Bewehrung wurde gereinigt (Reinheitsgrad SA 2 ½) und mit einem Korrosionsschutz versehen. Anschließend erfolgte die Reprofilierung mit Spritzbeton.


Fugensanierung
Alle alten PCB-haltigen Fugen im Bereich der Fassade wurden ausgebaut. Es folgte der Einbau neuer dauerelastischer Fassadenfugen zwischen Brüstungsplatten, Stützen und Giebelwandplatten.

OS-Beschichtungssystem
Auf alle tragenden Betonbauteile wurde ein Feinspachtel appliziert. In Verbindung mit dem darauf folgenden Anstrich wurde so ein OS-4-Beschichtungssystem realisiert. Zum Schutz vor beton- und stahlangreifenden Medien sowie zur Reduktion der Kohlendioxiddiffusion wurden die Fassadenplatten mit einem OS-4-Beschichtungssystem überzogen.

Farbkonzept
Zur Entwicklung des endgültigen optischen Erscheinungsbildes wurde ein Farbkonzept erstellt. Der Auftraggeber entschied sich für die Absetzung der Stützen in einem dunklen Grauton. Die Fenster wurden in einem hellen Grauton, passend zu den Fassadenplatten, gestrichen. Hierdurch bekam das Gesamtbild der Fassade eine optisch klare Struktur und das Gebäude wirkt nun deutlich moderner.

Aufgrund der erheblichen Betonschäden im Bereich der tragenden Bauteile war die Sanierung zwingend notwendig. Der direkte Vergleich zwischen der alten Fassade und dem Erscheinungsbild nach der Fertigstellung zeigt, dass das Projekt rundum gelungen und die Werterhaltung dieses Gebäudes für die Zukunft gesichert ist.
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