Ein nicht ganz alltäglicher Auftrag

FAKTEN

  • Besonderheiten:
    Drei Wochen Zeit für die kompletten Maßnahmen
  • Zahlen:
    11.000 Bohrlöcher

Ein nicht ganz alltäglicher Auftrag

Betonabtrag Schleuse

Einen nicht ganz alltäglichen Auftrag hatten wir im März 2014 auszuführen. 

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes plant den Neubau einer Schleuse auf dem Main-Donau-Kanal bei Kriegenbrunn, südlich von Erlangen. Aus Gründen der Stabilität musste vor dem Bau der neuen Schleuse die vorhandene alte Schleuse durch das Einbringen von Stahl und Beton stabilisiert werden.

BILDERGALERIE

PROJEKTBESCHREIBUNG

Für die Stabilisierung mussten zunächst die Schleusenkammer trockengelegt und Ablagerungen, Verkrustungen sowie Beton abgetragen werden. Danach sollten ca. 11.000 Bohrlöcher gesetzt und Verstärkungselemente sowie Stahlmatten eingebaut werden. Schließlich war der Einbau einer 20 cm dicken Betonschicht vorgesehen.

An den Arbeiten waren aufgrund der engen zeitlichen Planung mehrere Firmen beteiligt. Die Hydro-Tech GmbH war mit dem Betonabtrag der Schleusensohle und -wände sowie mit dem Aufrauen der Bohrlöcher beauftragt.

Die Maßnahme konnte selbstverständlich nur in der trockengelegten Schleuse durchgeführt werden. Als der Schifffahrtsbetrieb auf dem Main-Donau-Kanal März 2014 für drei Wochen ruhte, wurde in der trockengelegten Bestandsschleuse buchstäblich mit „Hochdruck“ gearbeitet.

Da die Sperrpause genau vom 26. März um 6.00 Uhr bis zum 17. April um 12.00 Uhr andauerte, musste das gesamte Vorhaben – vom Trockenlegen der Schleuse bis zur vollständigen Trocknung des Betons – in dieser Zeit bewältigt sein. Für unsere Arbeiten war ein Zeitfenster von lediglich fünf Tagen vorgesehen, Nacht- und Wochenendarbeit inklusive.

Die Arbeiten erfolgten am Fuß der Schleusensohle. Diese liegt 20 m tiefer als die Erdoberfläche. Die Versorgung der Schleusenkammer mit Baustoffen musste deswegen per Kran erfolgen.Nicht nur alle Baustoffe, sondern auch unsere knapp zwei Tonnen schwere Hochdruck-Pumpe inklusive aller Zubehörteile wurden per Kran in die Schleusensohle abgelassen – ein spektakulärer Moment. Aufgrund der vielen beteiligten Firmen war außerdem eine sehr genaue Koordination und enge Absprache mit dem Auftraggeber erforderlich. Wir arbeiteten buchstäblich „auf Abruf“.

Trotz allem konnte der Arbeitsauftrag in der vorgesehenen Zeit zur Zufriedenheit erledigt werden.

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